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Hundert Jahre

Pater Thomas Bucher

Ein hundertjähriges Jubiläum ist schon etwas Besonderes. Und der hundertste Jahrestag der Marienerscheinungen in Fatima ist so etwas Besonderes, dass Papst Franziskus vom 12.-13. Mai dafür eigens nach Fatima gepilgert ist!

Am 13. Mai 1917 fand dort die erste  Marienerscheinung vor den Seherkindern Lucia  dos Santos und Francisco und Jacinta Marto statt. Francisco verstarb schon 1919 im Alter von zehn, fast 11 Jahren. Seine Schwester Jacinta verstarb 1920, noch keine zehn Jahre alt. Sie wurden von Papst Franziskus in Fatima heilig gesprochen. Luzia verstarb erst am 13. Februar 2005 im Karmel von Coimbra, knapp 98-jährig. Ihr Seligsprechungsprozess wurde  2008 eingeleitet.

Die  monatlichen Marienerscheinungen vor den Kindern hielten bis zum 13. Oktober 1917 an, so dass wir das Jubiläum etwas länger begehen können. Und schließlich hat die Botschaft von Fatima eine Bedeutung auch für unsere Zeit.

1917 wütete der erste Weltkrieg und in Russland kam es ab Oktober zur gewaltsamen Machtübernahme durch die kommunistischen Bolschewiki. Die Botschaft von  Fatima war eine Botschaft des Friedens: Durch Umkehr (die Menschen sollten aufhören Gott zu beleidigen) und Gebet (tägliches Rosenkranzgebet) und Sühne, sollte Frieden werden! Schon 1916 war den Kindern ein Engel erschienen, der sich selbst als Schutzengel Portugals und als Engel des Friedens bezeichnete und die Kinder folgendes Gebet lehrte:

„Mein  Gott, ich glaube an Dich, ich bete Dich an, ich hoffe auf Dich, ich liebe Dich. Ich bitte Dich um Verzeihung für jene, die nicht an Dich glauben, Dich nicht anbeten, auf Dich nicht hoffen und Dich nicht lieben!“

Später lehrte der Engel sie noch ein anderes Gebet zur Heiligsten Dreifaltigkeit. Auch die Gottesmutter forderte die Kinder bei ihren Erscheinungen zum täglichen Rosenkranzgebet auf, um das Ende des Krieges zu erlangen. Die Kinder sollten viel beten und auch Opfer bringen. Sie brachte Ihnen dazu ein Gebet als Hilfe bei:

„O Jesus, das tue ich aus Liebe zu Dir, für die Bekehrung der Sünder und zur Sühne für die Sünden gegen das Unbefleckte Herz Mariens.“

Die Kinder stimmten der Aufforderung der Mutter Gottes freudig zu und haben sie in ihrem Leben verwirklicht. Francisco und Jacinta sind dann auch bald in den Himmel aufgenommen worden, so wie die Gottesmutter es ihnen - im Auftrag Gottes - verheißen hatte.  Lucia  musste  als  Botschafterin  noch länger bleiben, Umkehr und Gebet für den Frieden – wahrlich eine Botschaft auch für heute.

Ich schließe mit einem Gebet von Papst Franziskus, das er in Fatima gesprochen hat:

Sei gegrüßt, o Königin,
selige Jungfrau von Fatima,
du Frau des Unbefleckten Herzens,
Zuflucht und Weg, der zu Gott führt!
Als Pilger des Lichtes,
das durch deine Hände zu uns kommt,
sage ich Gott Vater Dank,
der zu jeder Zeit und an jedem Ort
in der Geschichte der Menschen am Werk
ist; als Pilger des Friedens,
den du an diesem Ort verkündest,
lobpreise ich Christus, unseren Frieden,
und bitte für die Welt
um Eintracht unter den Völkern.

Ihr P. Thomas Bucher cb

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