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Hoffnungszeichen

Pater Thomas Bucher

„Christus schenkt uns eine Hoffnung, die über das Irdische hinausgeht. Er schenkt uns die Hoffnung auf Gott als liebenden Vater, der seinen Kindern ewiges Leben gibt.“ Dieser Grundgedanke über die Hoffnung kann uns dazu führen, weitere Hoffnungszeichen zu entdecken, aber auch  in die Irre führende Zeichen von echten Hoffnungszeichen zu unterscheiden.

Wer seine Hoffnung auf materiellen Reichtum setzt, kann im Tod nichts mitnehmen. Als Wert hat nur das Bestand, was uns Gott näher bringt. Echte Hoffnung ist also keine billige Vertröstung auf das Jenseits, sondern macht uns unsere Freiheit und Verantwortung bewusst. Sie hat Auswirkungen auf unser Leben heute!

Gerhard Kardinal Müller schrieb in seinem Buch „Die Botschaft der Hoffnung“: „Wenn nämlich mein Leben aus einer Liebe hervorgeht, dann beinhaltet es einen Auftrag, im Einklang mit dieser Liebe zu leben. Wenn ich Gott akzeptiere, akzeptiere ich ebenfalls die Größe meiner Handlungen und das, was ich mit ihnen aufs Spiel setze.“ (S.52) Ich bin frei das Gute als solches zu wählen und vor allem Gott, als Quell alles Guten. Die Liebe Gottes möchte uns durchdringen, damit wir als Kinder Gottes Jesus ähnlich werden und lieben, wie Er uns geliebt hat.

Priorität hat dann nicht mehr die  Wirtschaft mit möglichst großen Gewinnen, nicht die Ausbeutung der Natur oder anderer Menschen um des eigenen Profites willen, nicht der Konsum oder das Vergnügen um jeden Preis, sondern Priorität haben die ethischen Maßstäbe, die dem Menschen als Geschöpf Gottes angemessen sind. Der Glaube schenkt uns die Hoffnung, dass ein Leben nach moralischen Maßstäben ein erfüllendes Leben sein kann!

Sichtbar wird das vor allem in den Heiligen, die die Gottes- und Nächstenliebe  bis zum Martyrium gelebt haben. Sichtbar werden Glaube und starke Hoffnung durch Menschen, die sich für die Werte des Lebens einsetzen und dafür oft viele Opfer bringen. Das kann in der eigenen Familie und im kleinen Kreis des Dorfes oder der Stadt geschehen. Oder im Engagement für Lebensrechtsgruppen oder auf einem „Marsch für das Leben“. Am 16.9.2017 waren in Berlin etwa 7500 Menschen dazu versammelt. Auch Bischöfe waren dabei. Darüber war in manchen Medien nichts oder kaum etwas Positives zu lesen, aber es zeigt, dass vielen Menschen der Schutz des Lebens, auch des ungeborenen, viel wert ist. Selbst wenn sie dafür ihre Freizeit opfern und Beschimpfungen in Kauf nehmen müssen.

Hoffnungszeichen sehe ich auch in den Menschen, die sich in unseren Gemeinden immer wieder zu den Gottesdiensten versammeln oder auch bei Veranstaltungen wie z.B. „Nightfever“ oder der „Mehr-Konferenz“ in Augsburg, die Gläubige aller Konfession in großer Zahl zum Gebet versammelt hat. Als Gläubige sind wir uns gegenseitig Hilfe, um im Glauben und der Hoffnung auf Gott gestärkt zu werden!

​Das ganz große Hoffnungszeichen ist schließlich Maria, die vom Zweiten Vatikanischen Konzil in der Dogmatischen Konstitution Lumen Gentium „Zeichen der sicheren Hoffnung und des Trostes für das wandernde Gottesvolk“ genannt wurde (LG Kapitel VIII,V). Möge sie, unsere Mutter, die schon ans Ziel gelangt ist, uns auf dem Weg begleiten, behüten und beschützen, damit wir voll Hoffnung den guten Weg gehen!

​Das Aschenkreuz, das wir am Aschermittwoch empfangen, möge  für uns ein Zeichen der Buße, aber auch der Auferstehung sein!

P. Thomas Bucher

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