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Datum: 24. November 2017 - 11:55 Uhr

Die Glocken von St. Peter und Paul

Zu jeder Kirche gehören Glocken. Sie sagen an, was die Stunde geschlagen hat, sie rufen zu den Gottesdiensten, sie lenken unsere Aufmerksamkeit auf freudige Ereignisse oder Unglücke.

Auf den Turm und den Dachreiter verteilt, versehen sieben Glocken seit 71 Jahren ihren Dienst in St. Peter und Paul. Schon 1946, als hätte man keine anderen Sorgen gehabt, wurden diese Glocken aus Bochum herangeschafft und im Turm plaziert. Es ist das dritte Geläut seit Errichtung der Kirche. Die ersten drei Bronzeglocken, zwei aus der alten Kirche übernommen, eine 1896 dazu gegossen, wurden im ersten Weltkrieg requiriert. Dann wurden 1924 drei neue Bronzeglocken in den Turm gezogen, die den zweiten Weltkrieg nicht überstanden.

Im Protokollbuch des Kirchenvorstandes heißt es unter dem 19.5.1946: „Die Anschaffung von fünf neuen Glocken beim Bochumer Verein (Abt. Glockengießerei) wird freudig gutgeheißen und einstimmig beschlossen.“ und am 03.09.1946: „Am kommenden Sonntag soll die Weihe der Glocken sein. Weiter soll eine sechste Glocke, eine Angelusglocke und eine für den Friedhof angeschafft werden.“ Unter dem 17.7.47 wird anerkennend erwähnt, dass Heinrich Kappe, Glöckner an St. Peter und Paul, große Opfer bei der Beschaffung der Glocken auf sich genommen hat.

Die kurze Zeitspanne zwischen Beschluss und Ausführung der Glockenanschaffung lässt schon vermuten, dass die Glocken nicht neu hergestellt wurden, sondern aus dem Altbestand der Firma Bochumer Verein zusammengestellt wurden. Das Gussjahr ist auf den Glocken vermerkt und gibt Auskunft, dass vier Glocken 1938/39 und drei Glocken 1946 gegossen wurden. Es sind die ersten Gussstahlglocken im Kirchturm von St. Peter und Paul. Seither gab es bei den regelmäßigen Wartungsarbeiten anfallende Reparaturarbeiten. Als größere Maßnahme wurde 1972 der Glockenstuhl durch eine feuerverzinkte Stahlkonstruktion ersetzt.