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Erzbistum Paderborn setzt Schwerpunkte
(Teil 2)

Gemeindereferentin Bilinda Jungblut

Heute möchte ich Sie mit den beiden weiteren Schwerpunkten bekannt machen, die eng miteinander verbunden sind.

3. Taufberufung fördern – Katechese, Gottesdienst, Sakramente

Durch die Taufe werden wir zu Beginn unseres Lebens in die Gemeinschaft mit Christus berufen. Die Taufe ist das sichtbare Zeichen dafür, dass wir Menschen Gottes Kinder sind. Sie will uns verdeutlichen, dass Gott sein endgültiges Ja zu uns gesprochen hat und uns teilhaben lässt an seinem unvergänglichen Leben. Sie ist der Anfang eines bewussten Weges mit unserem Gott, und sie gliedert uns ein in die Gemeinschaft all derer, die als Menschen gemeinsam mit Jesus Christus unterwegs sind: in das Volk Gottes, die Kirche.

Nun wurden wir in der Regel als unmündige Kinder getauft, konnten uns also nicht selbst entscheiden, den Glauben anzunehmen. Daraus ergibt sich, dass eine bewusste Entscheidung, ob ich meine Taufberufung leben will, später erfolgen müsste.

Diese Entscheidung gilt es hinführend zu fördern, zu begleiten und bei Zustimmung immer wieder einzuüben. Taufe ist Gabe, die meinem Menschsein eine besondere Würde verleiht, aber auch lebenslange Aufgabe.

Auf Pastoralverbundsebene braucht es sicherlich zeitgemäße Möglichkeiten, wo Menschen die Botschaft Jesu Christi mehr oder neu kennenlernen und sich mit dem christlichen Glauben auseinandersetzen können, sei es nun durch Sakramentenvorbereitung,  Gesprächsrunden, durch Gottesdienste unterschiedlicher Art, ansprechende Predigten, Meditationsangebote, Bibelkreise….

Mehr noch als diese Angebote sind Menschen wichtig, die mutig und authentisch aus der Beziehung mit Gott als Zentrum ihres Daseins leben und dies auch im Alltag erkennen lassen. Sie können anderen helfen, ihre Taufe ernst zu nehmen und ihrem Glauben Gestalt zu geben.

4. Ehrenamt – Engagement aus Berufung

Sich in der Kirche und in der Gesellschaft ehrenamtlich einzubringen bedeutet, seine Taufberufung aktiv zu leben.

In unserem Pastoralverbund passiert das auf vielerlei Weise. Junge und erwachsene Menschen engagieren sich in den unterschiedlichen Bereichen der Gemeinden. Andere setzen sich ganz bewusst aus christlicher Verantwortung in Politik und Gesellschaft ein.

Das Ehrenamt wird in Zukunft das Bild der Kirche Jesu Christi noch mehr prägen. Je mehr sich eine neue Form von Kirche Bahn bricht, desto mehr wird das Ehrenamt der Gläubigen Bedeutung gewinnen.

Wie es aussieht, sinkt die Zahl der Hauptamtlichen weiter. Aber nur aus diesem Grunde den Einsatz von ehrenamtlichen Laien zu fördern, wäre sicherlich zu kurz gedacht. Ehrenamtliche sind keine Lückenbüßer für fehlende Hauptamtliche, sondern sie nehmen daran teil, Christi Botschaft durch Wort und Tat in der Welt zu verkünden.

Das 2. Vaticanum formuliert die Stellung und den Auftrag der Gläubigen wie folgt:

„Pflicht und Recht zum Apostolat haben die Laien kraft ihrer Vereinigung mit Christus, dem Haupt. Denn durch die Taufe dem mystischen Leib Christi eingegliedert und durch die Firmung mit der Kraft des Heiligen Geistes gestärkt, werden sie vom Herrn selbst mit dem Apostolat betraut. Sie werden zu einer königlichen Priesterschaft und zu einem heiligen Volk (vgl. 1 Petr 2,4-10) geweiht, damit sie durch alle ihre Werke geistliche Opfergaben darbringen und überall auf Erden Zeugnis für Christus ablegen.“… „Allen Christen ist also die ehrenvolle Last auferlegt, mitzuwirken, dass die göttliche Heilsbotschaft überall auf Erden von allen Menschen erkannt und angenommen wird.“ ("Apostolicam actuositatem")

Inzwischen gibt es in Frankreich schon Modelle (Bistum Poitiers), in denen die Laien ehrenamtlich - durch den Bischof beauftragt - Gemeindeleitung wahrnehmen. Vielleicht erschreckt das zunächst manche Leser und es entsteht die bange Befürchtung „Was sollen, ja was müssen wir Gläubigen noch alles leisten?“

Doch wenn wir davon überzeugt sind, dass es zur Botschaft Christi vom Reich Gottes keine Alternative gibt, wenn sie das Leben mit tiefem Sinn erfüllt, dann wird es die Aufgabe vieler sein, Gottes Gegenwart in dieser Welt erfahrbar zu machen.

 

Viele gute Gespräche über die Schwerpunkte unseres Erzbistums wünscht Ihnen

Bilinda Jungblut, Gemeindereferentin

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